Migration von Frappe Cloud

Von Frappe Cloud zu NMB-ERP – DSGVO-konform, in Deutschland betrieben

NMB-ERP ist ein ERP-System auf ERPNext-Basis, das wir in einem deutschen Rechenzentrum betreiben. Wenn Ihre ERPNext-Instanz heute auf Frappe Cloud läuft und Sie die juristischen Anforderungen des deutschen Datenschutzes erfüllen müssen, stoßen Sie auf ein strukturelles Problem. NMB-ERP bietet denselben ERPNext-Funktionsumfang mit deutscher Verarbeiter-Gesellschaft, deutschen Rechenzentren und zusätzlichen Compliance-Bausteinen.

Kostenlos und unverbindlich, etwa 30 Minuten. Lieber telefonieren? +49 151 73054778

Das strukturelle Problem

Warum ist Frappe Cloud für deutsche Unternehmen datenschutzrechtlich schwierig?

Frappe Cloud ist ein technisch solides Angebot. Für Unternehmen, die unter DSGVO und GoBD arbeiten, gibt es aber Punkte, die in einer Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) zu prüfen sind.

  • Frappe Technologies sitzt in Indien. Die Frappe Technologies Pvt. Ltd. hat ihren Sitz in Mumbai, Indien. Sie ist Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 4 Nr. 8 DSGVO, unabhängig davon, in welchem Rechenzentrum die Daten physisch liegen. Laut eigener Datenschutzerklärung benötigen Frappe-Mitarbeiter in Indien Zugriff auf die Daten, um den Dienst zu erbringen; Offsite-Backups liegen derzeit in Indien. Nach den EDSA-Empfehlungen 01/2020 gilt schon ein Fernzugriff aus einem Drittland, etwa im Support, als Übermittlung. (Quellen: Frappe Cloud, Privacy Policy, Abschn. 8; EDSA, Empfehlungen 01/2020, Rn. 13; abgerufen am 13.10.2026)
  • Für Indien gibt es keinen Angemessenheitsbeschluss. Die Europäische Kommission hat für Indien keinen Angemessenheitsbeschluss nach Art. 45 DSGVO erlassen. Datentransfers zu einem indischen Verarbeiter benötigen daher zusätzliche Grundlage, in der Regel Standardvertragsklauseln (SCCs) nach Art. 46 DSGVO in Kombination mit einer Transfer Impact Assessment (TIA) nach dem Schrems II-Urteil des EuGH. (Quelle: EU-Kommission, Liste der Angemessenheitsbeschlüsse, abgerufen am 13.10.2026)
  • Transfer Impact Assessment ist aufwendig. Die TIA muss dokumentieren, ob das Schutzniveau im Zielland (inkl. der dortigen Überwachungsgesetze) mit dem der DSGVO vergleichbar ist, und, wo nötig, ergänzende Maßnahmen festlegen. Frappe weist selbst darauf hin, dass es indischem Recht unterliegt, einschließlich möglicher Zugriffsanfragen von Behörden. Das bedeutet laufenden Dokumentationsaufwand. (Quellen: EDSA, Empfehlungen 01/2020; Frappe Cloud, Privacy Policy, Abschn. 8)
  • Personal- und Mandantendaten sind besonders heikel. ERPNext verarbeitet regelmäßig personenbezogene Daten mit hohem Schutzbedarf – Gehaltsabrechnungen, Krankenstände, Kundenkontakte, Mandantendaten bei Steuerberatern und Rechtsanwälten. Der Datenschutzbeauftragte oder externe Wirtschaftsprüfer wird in einer DSFA genau diese Kategorien kritisch hinterfragen.

Bußgelder nach Art. 83 DSGVO können bis zu 20 Mio. Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen. Das Risiko einer Fehlentscheidung ist real und für viele Mittelständler nicht kalkulierbar.

Unser Ansatz

NMB-ERP löst das durch deutsche Verarbeiter-Gesellschaft

NMB-ERP wird von der Seclution GmbH & Co. KG betrieben. Sitz in Deutschland, Server in deutschen Rechenzentren, Support aus Deutschland.

  • Kein Drittlandtransfer im Betrieb. Der Auftragsverarbeitungsvertrag wird direkt mit der Seclution GmbH & Co. KG abgeschlossen. Im Betrieb Ihrer Instanz findet keine Verarbeitung außerhalb der EU statt. Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment entfallen vollständig. Für den KI-Assistenten gilt Ihr eigener Vertrag mit einem KI-Anbieter; ob dabei Daten in ein Drittland gehen, hängt von diesem Anbieter ab.
  • Art. 28 DSGVO direkt. Sie erhalten einen vollständigen AVV nach Art. 28 DSGVO, abgestimmt auf ERPNext-Hosting. Alle technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) sind dokumentiert.
  • Revisionssicherheit in Dedicated-Instanzen. Über NMB-REVISION wird dort eine unveränderbare Belegkette für GoBD-relevante Daten geführt. Kein Zusatzvertrag mit Drittanbietern nötig.
  • Zeiterfassung mit ArbZG-Hinweisen. Über NMB-TIME werden Zeiteinträge auf potenzielle Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz hin geprüft. Die Hinweise sind technisch und ersetzen keine Rechtsberatung, reduzieren aber das Risiko unbemerkter Compliance-Lücken.
  • Deutscher Support. Persönlicher Ansprechpartner auf Deutsch, Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr per E-Mail und Telefon erreichbar. Anliegen laufen strukturiert über unser Ticketsystem, aber ohne Support-Teams in anderen Zeitzonen – Sie sprechen direkt mit den Menschen, die Ihr System betreuen.
  • Gleicher ERPNext-Kern. Sie bleiben bei ERPNext mit allen Modulen. Keine proprietäre Fork-Entscheidung, keine Abhängigkeit von einem geschlossenen System. Open Source, kein Lock-in.
So läuft die Migration ab

Wie läuft der Wechsel von Frappe Cloud ab?

Migration ist ein planbarer Prozess mit klaren Etappen. Für Standardfälle läuft das unter der Woche durch; für komplexere Setups planen wir gemeinsam die Details.

  1. Analyse-Gespräch (kostenlos, ca. 30 Minuten)

    Wir sprechen über Ihre aktuelle Frappe-Cloud-Instanz: Datenvolumen, installierte Apps, Integrationen zu anderen Systemen, Custom-Apps, gewünschter Starttermin. Ergebnis ist eine Indikation und die Entscheidung, ob die Migration im Standardsetup oder als individuelles Projekt durchgeführt wird.

  2. Angebot und Vertragsvorbereitung

    Sie erhalten ein verbindliches Angebot über Ihre Ziel-Konfiguration (Stufe und Module), die Migrationsleistung und gegebenenfalls zusätzliche Customizing-Pakete. Gleichzeitig bereiten wir den Auftragsverarbeitungsvertrag und das technische Migrationsprotokoll vor.

  3. Datenübernahme und Test

    Wir ziehen ein Backup Ihrer Frappe-Cloud-Instanz, importieren die Daten auf eine temporäre NMB-Instanz und testen die Funktionalität. Sie erhalten Zugang zu dieser Test-Instanz und können Daten, Workflows und Berichte prüfen, bevor es live geht.

  4. Go-Live und Nachbetreuung

    Zum vereinbarten Termin wird die neue Instanz produktiv geschaltet. Sie kündigen Ihr Frappe-Cloud-Abonnement, sobald Sie im neuen System zufrieden arbeiten. Wir begleiten Sie im ersten Monat aktiv bei offenen Fragen und passen die Konfiguration bei Bedarf nach.

Was kostet das

Was kostet die Migration?

Die Migration bieten wir Ihnen nach dem Analyse-Gespräch an. Jede Instanz bringt eigene Anpassungen mit, und erst die Analyse zeigt, welcher Aufwand dahintersteht. So erhalten Sie ein Angebot, das zu Ihrem System passt.

Migration nach Angebot

Klassische ERPNext-Daten, Custom-Apps, eigene Reports, Integrationen oder größere Datenbanken: individuelles Angebot nach Analyse-Gespräch.

Stammdaten-Übernahme zur Pauschale

Möchten Sie nur Kunden, Lieferanten und Artikel übernehmen, gibt es dafür die Stammdaten-Pauschale Ihrer Stufe als eigene Leistung.

Kostenloses Analyse-Gespräch

Die ca. 30-minütige Erst-Analyse ist unverbindlich und kostenlos. Erst danach entscheiden Sie, ob Sie weitergehen wollen.

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Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Migration

Ist Frappe Cloud DSGVO-konform?

Frappe Cloud wird von der Frappe Technologies Pvt. Ltd. mit Sitz in Mumbai, Indien betrieben. Auch wenn als Region Frankfurt gewählt ist, bleibt die Frappe Technologies Pvt. Ltd. Auftragsverarbeiter; laut ihrer Datenschutzerklärung benötigen Mitarbeiter in Indien Zugriff auf die Daten. Nach DSGVO und Schrems II handelt es sich damit um einen Drittlandtransfer, für den Standardvertragsklauseln und eine Transfer Impact Assessment erforderlich sind.

Was unterscheidet NMB-ERP Hosting datenschutzrechtlich von Frappe Cloud?

NMB-ERP wird von der Seclution GmbH & Co. KG mit Sitz in Deutschland betrieben. Daten werden in deutschen Rechenzentren verarbeitet, der Auftragsverarbeitungsvertrag wird direkt mit der deutschen Gesellschaft geschlossen. Im Betrieb Ihrer Instanz findet kein Drittlandtransfer statt, Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment entfallen. Für den KI-Assistenten gilt Ihr eigener Vertrag mit einem KI-Anbieter; ob dabei Daten in ein Drittland gehen, hängt von diesem Anbieter ab.

Was kostet die Migration?

Die Migration wird nach einer kostenlosen Analysebesprechung individuell angeboten, weil die Anpassungen jeder Instanz eigenen Aufwand machen. Möchten Sie nur Kunden, Lieferanten und Artikel übernehmen, gibt es dafür die Stammdaten-Pauschale Ihrer Stufe als eigene Leistung.

Wie lange dauert eine Migration von Frappe Cloud zu NMB-ERP?

Bei Standardsetups ohne Custom-Apps und ohne Integrationen dauert die Migration typischerweise einen bis drei Werktage: Backup bei Frappe Cloud ziehen, Daten prüfen, auf die NMB-Bench importieren, Test und Go-Live. Komplexere Setups mit Custom-Apps, Integrationen oder großen Datenbanken werden vorher besprochen und individuell geplant.

Muss ich Custom-Apps selbst portieren?

Nein. Im Rahmen der Migration kümmern wir uns auch um Custom-Apps. Eigenentwickelte Frappe-Apps werden auf der NMB-Bench installiert und gegen die aktuelle ERPNext-Version geprüft. Anpassungen durch Versionsunterschiede werden im Migrationsangebot mit ausgewiesen.

Kann ich auch nur einen Teil der Daten migrieren?

Ja. Sie können entscheiden, ob Sie alles übernehmen wollen oder nur Stammdaten, nur laufende Belege oder nur bestimmte Module. Die Details klären wir im Analyse-Gespräch und halten sie im Migrationsprotokoll fest.

Wird mein bestehendes Abonnement bei Frappe Cloud automatisch gekündigt?

Nein, die Kündigung des Frappe-Cloud-Abonnements liegt bei Ihnen. Wir empfehlen die Kündigung erst nach erfolgreichem Go-Live auf NMB-ERP. Bei Bedarf lassen wir beide Systeme für einen Übergangszeitraum parallel laufen.

Bekomme ich nach der Migration Support auf Deutsch?

Ja. Support erhalten Sie auf Deutsch mit persönlichem Ansprechpartner, Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr per E-Mail und Telefon. Kurze Anrufe sind in der Service-Flat inklusive, längere Gespräche laufen über Ihr Inklusivbudget oder kosten 80 € je Stunde. Support über den KI-Assistenten ist jederzeit kostenlos.

Migration besprechen

Kostenloses Analyse-Gespräch vereinbaren

Schreiben Sie uns kurz, wie Ihre aktuelle Frappe-Cloud-Instanz aussieht (Tarif, ungefähre Nutzerzahl, installierte Apps, gewünschter Starttermin). Wir melden uns mit einem Terminvorschlag für das Analyse-Gespräch.

Hilfreich sind Tarif und ungefähre Nutzerzahl, installierte Apps, bestehende Integrationen und der gewünschte Starttermin. Der Mail-Knopf fragt diese Punkte schon ab.

Schriftlich an kai@nmb-it.de, Antwort innerhalb eines Werktags. Telefonisch Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.